[AdSense]

Einigen ist es sicher schon aufgefallen: Ich habe meine Zusammenarbeit mit dem
Google-AdSense-Programm eingestellt. Die Firma Google verlangte, daß ich »nicht contentbasierte Seiten«, wie z.B. Login- und Error-Pages ohne die AdSense-Anzeigen anbot. Und das war mir bei einem Template-basierten System wie meinen Plone-Seiten einfach zu viel Aufwand.
Es ist ein bißchen schade, weil insgesamt mein Eindruck von dem AdSense-Programm doch positiv war, denn:
- Das Programm wurde betreut. Das ist nicht so selbstverständlich, wie es sich anhört. So wurden z.B. Beschwerden von mir über Anzeigen von Pyramidenspielen zumindest beantwortet.
- Man kann mit dem Programm tatsächlich Geld verdienen, auch wenn man nicht reich davon wird. Meine Klickrate lag im Schnitt bei 0,7 % und ich habe pro Tag etwa 5 $ »verdient«, was einem Monatsverdienst von ungefähr 150 $ entspricht. Ob ich die bisher aufgelaufenen 250 $ ausgezahlt bekomme, weiß ich aber nicht, da ich spätestens mit dieser Veröffentlichung gegen die Programmrichtlinien verstoßen habe.
- Bei Seiten mit eindeutigem Inhalt kamen tatsächlich sinnvolle Anzeigen zustande, während der Google-Bot sich mit meinem Blog doch schwer tat. Klicks kamen daher auch fast ausschließlich von meinen Plone-Sites über Python, Mathematik etc.
- Die Seiten mit den Anzeigen wurden regelmäßig vom Google-Bot indiziert. ;o)
- Die Google-Statistik bestätigte meinen SiteMeter, dabei waren die gezählten Visits bei Google sogar noch geringfügig höher.
Dem stehen einige seltsame Mängel gegenüber:
- Der Verdienst ist völlig undurchsichtig. Mal gibt es bei einem Klick viel Geld, bei anderen Klicks nur ganz wenig. So gab es Tage, an denen ich mit 24 Klicks 13 $ verdient habe, an anderen Tagen brachten 60 Klicks gerade einmal 7 $.
- Bei Google arbeiten nur Papageien als Betreuer. Das liegt vermutlich an einer streng hierarchischen Struktur der (nebenberuflichen (?) — Mail von Google kam immer nur in den Abendstunden) Mitarbeiter dort, die nur nach Schema F vorgehen dürfen. Mails von mir wurden stets mit der Floskel »Wir verstehen Ihren Einwand mit...« begonnen, danach wurden aber einfach die Forderungen Googles wiederholt.
- Die »Programmrichtlinien« sind regelrechte Knebelverträge. Ein Verstoß dagegen kann bei einer größeren Website praktisch immer nochgewiesen werden und so liegt es immer im Ermessen von Google, ob die verdienten Beiträge tatsächlich ausgezahlt werden oder nicht.
- Der eigene Einfluß auf die Anzeigen ist doch ziemlich gering. Zwar hat man eigene Filtermöglichkeiten, doch da man nur einzelne URLs sperren kann, ist der Aufwand ziemlich hoch. Es fehlt die Möglichkeit, nach Kategorien oder anderen globalen Kriterien zu filtern.
- Die Auszahlung erfolgt nur in Dollarschecks. Das bedeutet, daß die Banken zur Zeit noch einmal 20 % der Erträge als »Gebühren« kassieren. (Es sei denn, man verfügt über ein Dollarkonto, das man bei Besuchen in den USA auf den Kopf hauen will. Aber zu dieser Kategorie des Jet-Sets gehöre ich nun mal nicht.)
Als Fazit kann ich sagen:
- Wider Erwarten kann man mit Google-Ads tatsächlich ein wenig Geld verdienen. Zwar — im Falle des Schockwellenreiters — nicht viel, aber die Hostingkosten wären auf jeden Fall herausgesprungen und für ein fettes Abendessen in einem schönen Restaurant einmal im Monat hätte es vielleicht auch noch gereicht.
- Google fehlt eindeutig eine nennenswerte Konkurrenz. Wenn es diese gäbe, könnten sie mit den Webseitenbetreibern nicht so arrogant umspringen, wie sie es zur Zeit tun.
Jetzt beginnt ein neues Experiment: Ich hatte mich schon vor zwei Jahren bei
AffiliNet angemeldet, aber nie damit etwas angefangen. Jetzt habe ich ein paar Buch-Partnerprogramme aufgelegt. Mal schauen, was das wird.
Da ich aber gerade gelesen habe, daß die GNU-Foundation schon im September 2002 (warum sagt mir das keiner?) den
Amazon-Boykott als erledigt betrachtet hat (sie hatten nur
vergessen, ihre Webseite dazu zu aktualisieren
:-() und gleichzeitig in der
aktuellen iX ein faszinierender Artikel über das Amazon-Web-API (
Amazon Web Services — AWS) steht (leider nur Totes-Holz-Ausgabe) und ich ja für Spielereien gerade im Bereich Webservices immer zu haben bin, hat das vielleicht auch nicht lange Bestand. Ich werde wieder berichten...
Mich würde mal interessieren, wie sich die "Kommerzialisierung" der Kantel'schen Online-Aktivitäten (aber auch anderer Blogs) durch AdSense, Partnerprogramme und Co. in den vergangenen Monaten mit den Lästereien über BWL-Studenten und Wertschöpfungsketten aus dem vergangenen Jahr verträgt? [Aber wer interessiert sich schon für sein Geblogge von vorgestern...]
Beste Grüße,
"BWL-Student"
BTW: Affili.net- und Zanox-Umsätze sind zumeist eher bescheiden - natürlich abhängig von der Site, dem Programm und der Leserschaft. Aber es ist eben i.d.R. kein "Pay-per-Click" wie bei AdSense.
Na ja, ich hab Google Adsense auf www.e-flirt.ch aufgeschaltet. Ob ich nun damit den Google Regeln entspreche oder nicht, die Seite macht erstaunlichen Umsatz und bis zu 15% Klickraten. Sind zwar alles login seiten, die passen aber auch alle thematisch mit den Ads. Ich denke da wird Google nichts sagen, denn Google verdient Geld und ich verdienen Geld.
Hallo,
bin auf diese Site gestossen, weil ich auf der Suche nach Erfahrungsberichten mit den Google-Ads war.
Ich betreibe unter www.zwanzigerjahre.de eine harmlose kleine Linksammlung zur Weimarer Republik.
Vor einigen Wochen meldete ich die Site beim Google-Ads-Programm an. Anfangs funktionierte alles reibungslos, es gab sogar ein paar Cent.
Dann kamen nur noch gemeinnuetzige Anzeigen fuer Unicef etc., leider auch fuer Organisationen wie z.B. die Heilsarmee. Auf meine erste Nachfrage nach dem Grund dafuer erhielt ich die Antwort:
" Derzeit schalten wir keine kostenpflichtigen Google-Anzeigen auf Webseiten, die negativen oder potenziell anstößigen Content aufweisen oder die sich für die Diskriminierung oder Intoleranz gegenüber Personen, Gruppen oder Organisationen einsetzen."
Auf meine Nachfrage, wo derartige INhalte bei mir zu finden seien, erhielt ich folgende Antwort:
"Die Startseite Ihrer Website (...)enthält Schlagzeilen und Zusammenfassungen im Zusammenhang mit dem Dritten Weltkrieg.
Anscheinend erachtet unser System diese Themen als negativ und deshalb werden Anzeigen für gemeinnützige Organisationen auf dieser Seite
geschaltet."
Auf meine erneute Nachfrage, was dieser Schwachsinn zu bedeuten habe, habe ich bis jetzt keine Antwort erhalten.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
MfG
A.v.Czarnowski
Da sich "Schockwellenreiter" zum Teil über Buch-Partnerprogramme finanziert interessiert ihn vielleicht die http://www.fr135.de/space/Partnerprogrammverkettung
Chris
Hi Jörg,
also ich muss sagen, dass ich mit dem Adsense Programm ganz zufrieden bin, da ich zum ersten mal meine Hostingkosten wieder drinnen habe. Zudem sind die Textanzeigen für die Besucher nicht so störend wie Werbebanner.
Schöne Grüße
Hongkong Chris
Google AdSense: Erfahrungsbericht vom Schockwellenreiter
Der Schockwellenreiter kündigt Google AdSense Programm ... weil die Firma Google verlangte, daß er »nicht contentbasierte Seiten«, wie z.B. Login- und Error-Pages ohne die AdSense-Anzeiten anbot. Und das war ihm bei einem Template-basierten System wie seinen Plone-Seiten einfach zu viel Aufwand. Der Schockwellenreiter findet das schade und führt 5 positive und 5 negative Gründe für das Google AdSense Programm auf. Interessanter Lesestoff. Sein Fazit:
Wider Erwarten kann man mit Google-Ads tatsächlich ein wenig Geld verdienen. Zwar — im Falle des Schockwellenreiters — nicht viel, aber die Hostingkosten wären auf jeden Fall herausgesprungen und für ein fettes Abendessen in einem schönen Restaurant einmal im Monat hätte es vielleicht auch noch gereicht.
Google fehlt eindeutig eine nennenswerte Konkurrenz. Wenn es diese gäbe, könnten sie mit den Webseitenbetreibern nicht so arrogant umspringen, wie sie es zur Zeit tun.
Mein Fazit aus seinem Fazit: Ertens, für ein gutes Dinner im Werte von 150 Euro mache ich keine Werbung in meinem Blog. Und zweitens, wenn der Schocki schon nicht über den Gegenwert eines Dinners kommt bei seinen überragenden Klickraten, was ist mit denen, die in der Regionalliga spielen? Ein Burger bei MacDo?
Manche Blogger verzichten lieber auf Google AdSense
Nicht wirklich ausgezahlt hat sich für den Schockwellenreiter die Integration textbasierter Werbung in sein Weblog über Google AdSense. Der Schockwellenreiter gehört zu den meist gelesenen deutschen Weblogs. Nachdem der Aufwand nicht mehr im Verhältnis zum finanziellen Ergebnis stand, will Jörg...
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