Mein Kronzeuge dafür ist immer noch Arthur Schopenhauer (Parerga und Paralipomena): »Die billigste Art des Stolzes ist hingegen der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein.« Die Zeit sah das schon 2001 auch so ähnlich.)
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08 December
2004
[Noch einmal: Patridiotismus]
Mein Kronzeuge dafür ist immer noch Arthur Schopenhauer (Parerga und Paralipomena): »Die billigste Art des Stolzes ist hingegen der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein.« Die Zeit sah das schon 2001 auch so ähnlich.)
Comments
na, dann ist ja der weg frei für die "universal brotherhood of men". in anlehnung an schopenhauer möchte ich sagen: die blligste art des politischen statements ist die des kleinsten gemeinsamen nenners. wo probleme im zusammenleben der kulturen auftreten, gilt es: zu verschweigen, zu verharmlosen und die cassandra rufe zu marginalisieren. wer angst vor der erkenntnis bekommt, dass es substantielle kulturelle inkompatibilitäten gibt, sieht vielleicht schon den nazi in sich erwachen, den er mit multikulti sprech niederknüppeln muss. die eindimensionalität der momentanen leitkulturdiskussion ist für mich ein typischen zeichen der "linken" denkfaulheit. oder sollte ich besser sagen denkfäule? Posted by:
delray
at December 08,2004 22:01
@delray: "mit multikultisprech niederpruegeln", was macht das mit dir? Posted by:
nina
at December 09,2004 10:25
@nina: Posted by:
delray
at December 09,2004 12:22
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Patridiotismus
1851 geschrieben, aber auch in Zeiten wie diesen noch brandaktuell. Jörg Kantel zitiert Schopenhauer: Posted by:
Jan Wessely's Blog
at December 08,2004 14:05
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