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01 February
2005

[Da-Didel-Dum, die Angst vor Blogs geht um]  Auch im Standard: Blog-Attack!. »Die Schnelligkeit und die Möglichkeit, wirklich alles "hineinstellen" zu können (auch Kopfabschneiden durch Terroristen), ist die USP (d.h. das "Alleinstellungsmerkmal") des Internets. Aber gerade der Wust an ungeordneten, tendenziösen, oft schlecht recherchierten "Inhalten" erfordert professionelle Bearbeiter und Sinngeber. Das können nur die traditionellen Medien sein, im Print wie auch online.« Selten so gelacht. [Gabi]

Posted by kantel at 12:37 | Comments (7) | Trackbacks (1) | [Metablogging] | [Medien]
Comments
Re: Da-Didel-Dum, die Angst vor Blogs geht um

Junge, Junge, zur Zeit wird es wirklich zu einem Thema, bei dem man nicht weiß, ob man "Hier" schreien soll oder sich leise verkrümeln muß :-)

Posted by: jazznrhythm at February 01,2005 12:42
Re: Da-Didel-Dum, die Angst vor Blogs geht um

Das Problem ist ja, dass Journalisten der "klassischen Medien" über ein Thema bzw. Phänomen berichten sollen, dass ihr Selbstverständnis berührt und sie (vermeintlich) überflüssig zu machen droht. Da ist es vermutlich wirklich schwer, Objektivität und einen kühlen Kopf zu wahren - der Standard.at-Text ist ein klassischer Abwehrreflex. Im Gespräch mit Herrn Wolfsgruber vom Focus schimmerte das auch ein bißchen durch (sinngemäß: "Aber den klassischen Journalismus können Blogs nicht ersetzen, oder?"), wobei ich seinen Artikel ansonsten - angesichts des Leserkreises - für ok halte.

Posted by: JanSchmidt at February 01,2005 13:23
Re: Da-Didel-Dum, die Angst vor Blogs geht um

Die USP? Die point (unique selling, nämlich)??

Das hätte, wäre ich der verantwortliche CvD gewesen, sofort zu intensivster Zusammenfalte des Autoren/der Autorin geführt. Und vielleicht wäre mir dann auch noch mehr ungereimtes Zeuch aufgefallen.

Seltsam, aber solche Schludereien (inhaltlich wie sprachlich) treiben mich in den Wahnsinn.

(Und zum Mitschreiben: Entweder der USP, weil der Punkt, oder - wenn auch bescheuert - das USP, weil im Englischen alles, was nicht nachweisbar männlich oder weiblich ist (sprich: kein Lebewesen), grundsätzlich sächlich ist.)

Posted by: WorldWideKlein (ist mein richtiger Name) at February 01,2005 14:07
Re: Da-Didel-Dum, die Angst vor Blogs geht um

Na ja, wenn ich mir den Unsinn der immer wieder in Blogs verzapft und insbesondere weiterverbreitet wird manchmal so ansehe, dann frage ich mich schon wer das ganze denn mal "kontrolliert". Fact checking? Mal reflektieren? Unsinn, Hauptsache erst mal was gebloggt.

Mal davon abgesehen, was waeren die Blogger denn ohne die traditionellen Medien? Da waeren auf einmal die Haelfte der Links verschwunden (auch und gerade hier im Schockwellenreiter) und der Rest waere groesstenteils Nabelschau ueber Trackbacks, Contentklau und anderen Krams der eigentlich keinen Menschen (ausser vielleicht ein paar Bloggern) interessiert.

Ich finde die Arroganz der Blogger gegenueber den "traditionellen Medien" inzwischen nur noch laecherlich.

Posted by: Armin at February 01,2005 14:09
Re: Da-Didel-Dum, die Angst vor Blogs geht um

@Arnim: Darin liegt doch gar nicht das Problem. Ich kenne kaum ein Blogger, der daran glaubt, die traditionellen Medien ablösen zu können/zu müssen. Aber es gibt unheimlich viele Journalisten, die daran glauben. Und die verzapfen dann den Unsinn.

Posted by: Der Schockwellenreiter at February 01,2005 14:59
Re: Da-Didel-Dum, die Angst vor Blogs geht um

@WWK: für USP ist meines Wissens auch "Unique Selling Proposition" geläufig. Wenn man das wie LEO mit "Alleinstellungsmerkmal" oder "einmaliges Verkaufsargument" übersetzt, passt "die" zwar auch nicht, aber "Proposition" klingt schon irgendwie feminin, oder?

Posted by: Ole Begemann at February 01,2005 15:53
Re: Da-Didel-Dum, die Angst vor Blogs geht um

noch schlimmer ist ja wohl folgender abschnitt:

    Gerüchte, politische und wirtschaftliche Daten mit unklarer Herkunft, manchmal ausgesprochene Desinformation. Das ist oft amüsant, manchmal ethisch bedenklich und jedenfalls (noch) ohne etablierte journalistische Standards wie Fact-Checking, ordentliche Zitatzuschreibung, allgemeine journalistische Ethik und sprachliche Mindestanforderungen. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Wir reden hier von unabhängigen Websites und Bloggern, nicht von den Websites seriöser Zeitungen
Und das schlimme ist ja auch, dass dieser Mensch als einer der liberalsten Journalisten in Österreich gilt. Für Beschwerden mailen an: hans.rauscher@derstandard.at

Posted by: Franz at February 02,2005 13:34
Trackbacks

Journalistik?

Ich habe gerade diesen Artikel [via Schockwellenreiter] gelesen, und möchte hier mal was klarstellen:N

Posted by: virtuatron::weblog at February 01,2005 14:47



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