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(Digitale) Hilfen für das Homeschooling

In diesem Beitrag möchte ich Videos und Playlisten vorstellen, die sich meiner Meinung nach als (digitale) Hilfen für das Homeschooling eignen. Logischerweise liegt bei mir der Schwerpunkt auf Informatik und Mathematik – ich habe halt nichts anderes gelernt. 🤓

Nachdem ich gestern schon TigerJython als Python-IDE für den Unterricht vorgeschlagen hatte, möchte ich im Nachgang heute auf die sechsteilige Playlist »Python In Education« (PIE) verweisen. Sie besitzt eine Gesamtspieldauer von etwa dreieinhalb Stunden und den Quellcode findet Ihr auf Google Drive.

Die PIE-Playlist zeigt in der Hauptsache, wie man Python als graphischen Rechner benutzen kann. Das hat seinen Grund: Vorläufer der Playlist ist nämlich eine siebenteilige Playlist über den Mac Grapher. Dieser Grapher ist ein Computerprogramm, das als Bestandteil des Betriebssystems macOS/MacOS X von Apple mitgeliefert wird. Es ermöglicht sowohl einfache, wie auch komplexe Graphen zwei- und dreidimensional graphisch darzustellen. Den Leistungsumfang von Grapher skizzieren die dem Programm beigefügten Beispiele, die von Differential- und Integralgleichungen über Toroiden bis zu Lorenz-Attraktoren reichen. Natürlich ist dies Mac only, aber für einige von Euch da draußen vielleicht doch interessant. Ich habe eine Zeitlang auch sehr viel und sehr gerne mit dem Grapher gespielt, bis ich ihn aus Zeitmangel aus den Augen verloren hatte. Jetzt wurde ich daran erinnert, vielleicht gibt es ja auch hier im Blog Kritzelheft bald ein paar Beiträge dazu.

Auch die Beispiele zum Grapher findet Ihr auf Google Drive.

Nun etwas anderes: Von Natascha Koch stammt das Webinar »Finde die richtige CAD-Software für Deine Konstruktion«. Einige der vorgestellten Tools kannte ich auch noch nicht, aber mit Blender oder OpenSCAD liegt Ihr sicher nicht falsch.

Das Video ist Teil von Natascha Kochs zehnteiliger OERcamp-Webtalk-Reihe »Making & DIY – offen und gemeinsam basteln, bauen und tüfteln«, die zeigt, wie Ihr mit Euren Schülerinnen und Schülern mit 3D-Drucker und/oder Lasercutter interessante Dinge basteln könnt. Jetzt müßtet Ihr Euren Schülerinnen und Schülern nur noch 3D-Drucker und/oder Lasercutter zur Verfügung stellen können. Ich glaube, daran hapert es am ehesten. Aber entwerfen und konstruieren mit CAD-Software macht auch ohne die technischen Geräte Spaß.

Es reicht nicht nur, gute (Unterrichts-) Ideen zu haben, sondern man muß sie auch präsentieren können. Dabei will Euch das Video »How to prepare and deliver a tech presentation« helfen. Es ist eher allgemein gehalten und setzt keine bestimmte Präsentationssoftware voraus – denn es muß nicht immer PowerPoint sein.

Etwas konkreter – auch was die verwendete Software betrifft – ist da der Video-Talk von Chiin Rui Tan mit dem Titel »Ipywidgets for Education! Using Jupyter tools to make Math Visualization applets for the classroom«. Sicher eine hochspannende Angelegenheit. Ich persönlich bin ja mit Jupyter in der »Produktion« (Programmierung) nie richtig warmgeworden, aber als (mathematische) Präsentationssoftware kann ich mir das Teil durchaus vorstellen.

Last but not least: Für eine Präsentation oder den (Online-) Unterricht braucht man ja oft frei verwendbare Assets, Bilder oder sonstige Materialien. Hier ist »Smithonian Open Access« eine hilfreiche Quelle. Denn die Site stellt etwa 2,8 Millionen 2D- und 3D-Bilder zur Verfügung und alle Materialien sind völlig frei, sie sind alle Public Domain. Da findet man sicher auch etliches, das für den Unterricht geeignet ist.

In diesem Zusammenhang fragt Henry Steinhau auf iRights.info, wie sich Photos und Inhalte aus Pixabay und ähnlichem mit Creative-Commons-Lizenzen und OER vertragen? Spoiler: Es ist nicht immer einfach, aber möglich. Und der Autor zeigt auch, wie es geht.

War sonst noch was? Ach ja, die im Apple Book Store erhältlichen Lehrbücher »Physik 7«, »Physik 8« und »Mathematik Oberstufe: Analysis« von Andreas Huber können jetzt kostenlos geladen werden. Wie der Autor mitteilt, werden die Bücher in Zukunft wohl nicht mehr aktualisiert, mit dem kostenlosen Angebot wolle er ab sofort dazu beitragen, den derzeit nötigen Distanzunterricht zu unterstützen.


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Über …

Der Schockwellenreiter ist seit dem 24. April 2000 das Weblog digitale Kritzelheft von Jörg Kantel (Neuköllner, EDV-Leiter Rentner, Autor, Netzaktivist und Hundesportler — Reihenfolge rein zufällig). Hier steht, was mir gefällt. Wem es nicht gefällt, der braucht ja nicht mitzulesen. Wer aber mitliest, ist herzlich willkommen und eingeladen, mitzudiskutieren!

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