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Aubrey Beardsley oder »Die Kunst, ein Dandy zu sein«

Als den Künstler, der diesen Monat mit seinen Zeichnungen den Schockwellenreiter immer dann verschönern soll, wenn keine anderen Bilder vorliegen, habe ich mir Aubrey Beardsley ausgesucht. Der englische Dandy, Illustrator, Schriftsteller und Karikaturist lebte von 1872 bis 1898, er wurde also nur 25 Jahre alt, bevor ihn die Tuberkulose dahinraffte. Doch in dieser kurzen Zeit schuf der Autodidakt ein Oeuvre von über eintausend größtenteil schwarz-weißen Zeichnungen und Karikaturen, die ihn berühmt machten.

Beardsleys Werk – besonders seine Zeichnungen für »The Yellow Book« und »The Savoy« – galten damals als pornographisch. Als ich Ende der 1960-Jahre Beardsleys Werk kennenlernte, bekam er eher wegen seiner Nähe zum damals in (West-) Deutschland eine kurzzeitige Renaissance erlebenden Jugendstil einen erneuten Popularitätsschub, anstößig fand damals jedoch niemand mehr seine Zeichnungen. Aber es war auch die Zeit, in der K. R. Röhl die »konkret« als »Polit-Porno-Postille« herausgab und der Stern uns wöchentlich mit freizügigen Titelseiten erfreute.

In unseren heutigen, prüden Tagen wird Beardsleys Werk sicher wieder von einigen gefühlslinken Moralaposteln als anstößig empfunden. Gerade deswegen müssen seine Bilder wieder veröffentlicht werden.


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Über …

Der Schockwellenreiter ist seit dem 24. April 2000 das Weblog digitale Kritzelheft von Jörg Kantel (Neuköllner, EDV-Leiter Rentner, Autor, Netzaktivist und Hundesportler — Reihenfolge rein zufällig). Hier steht, was mir gefällt. Wem es nicht gefällt, der braucht ja nicht mitzulesen. Wer aber mitliest, ist herzlich willkommen und eingeladen, mitzudiskutieren!

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