image image


Worknote: Der Atom-Editor und mein (Anaconda-) Python

Eigentlich mag ich ja TextMate als meinen Leib- und Magen-Editor für fast alles, denn im Regelfalle reicht es aus, dort den Code einzutippen, die Datei mit der korrekten Endung zu speichern und dann cmd-r zu drücken. In fast allen Fällen findet TextMate dann den korrekten Interpreter (auch ohne Shebang) und führt das entsprechende Skript aus. Wenn nur TextMate nicht Mac only wäre …

image

Denn nun bereite ich gerade eine Python-Schulung vor und die Audienz sitzt unter Umständen auch vor einem anderen Betriebssystem als das mit dem angebissenen Apfel. Also habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, mit GitHubs freiem, plattformübergreifenden Texteditor Atom ähnlich komfortabel wie mit TextMate zu arbeiten (Sublime Text wollte ich nicht nehmen, da proprietär). Ich hatte zwar schon einmal Hydrogen getestet, aber das war für meine Zwecke doch zu speziell auf Jupyter-Notebooks beschränkt.

Und dann habe ich nach einigem Suchen eine Möglichkeit gefunden. Denn die/eine Lösung ist das Atom-Paket Script, das auf Knopfdruck eine beachtliche Anzahl von Skriptsprachen (darunter auch mein geliebtes Gnuplot) unterstützt, aber eben auch alle gängigen Sprachen wie Python, Ruby, R oder JavaScript.

Installiert wird das Paket entweder im Terminal über

apm install script

oder Ihr sucht nach Script in der Package-Suche in der Settings View und installiert das Teil darüber (so habe ich es als Mausschubser angestellt).

Normalerweise sollte nun jedes beliebige (Python-) Script mit der Tastenkombination cmd-i starten. Im Prinzip klappte das auch bei mir, doch Atom fand nur mein System-Python 2.7 und nicht mein (Default-) Anaconda-Python 3.5. Um dieses Problem zu lösen, gibt es zwei Möglichkeiten:

Möglichkeit 1: Atom vom Terminal aus starten. Denn dann und nur dann liest der Editor die von Anaconda angelegte $PATH-Variable in der ~/.bash_profile aus und findet das Anaconda-Python.

Möglichkeit 2: Atom den Pfad mitteilen. Dazu öffnet Ihr im Atom-Menü die Datei init.coffe mit Open Your Init Script und schreibt dort als letzten Eintrag:

process.env.PATH = ['/Users/kantel/anaconda/bin/', process.env.PATH].join(':')

Den Pfadnamen müßt Ihr natürlich, wenn Ihr nicht der User kantel seid (denn das bin ich 😏 ), anpassen. Aber diese Zeile ist die bequemste Lösung – eine ähnliche Anpassung hatte ich ja auch in TextMate vornehmen müssen. Und dann weiß auch Atom ohne Shebang, wie obiger Screenshot belegt, ein für allemal, wo es Euer Python zu finden hat.


(Kommentieren) 

image image



Über …

Der Schockwellenreiter ist seit dem 24. April 2000 das Weblog digitale Kritzelheft von Jörg Kantel (Neuköllner, EDV-Leiter, Autor, Netzaktivist und Hundesportler — Reihenfolge rein zufällig). Hier steht, was mir gefällt. Wem es nicht gefällt, der braucht ja nicht mitzulesen. Wer aber mitliest, ist herzlich willkommen und eingeladen, mitzudiskutieren!

Alle eigenen Inhalte des Schockwellenreiters stehen unter einer Creative-Commons-Lizenz, jedoch können fremde Inhalte (speziell Videos, Photos und sonstige Bilder) unter einer anderen Lizenz stehen.

Der Besuch dieser Webseite wird aktuell von der Piwik Webanalyse erfaßt. Hier können Sie der Erfassung widersprechen.

Diese Seite verwendet keine Cookies. Warum auch? Was allerdings die iframes von Amazon, YouTube und Co. machen, entzieht sich meiner Kenntnis.


Werbung


Werbung


image  image  image
image  image  image


image