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Schlangenfraß: Python als virtueller Assistent (und mehr) 🐍

Wer Iron Man gesehen hat, der erinnert sich sicher an J.A.R.V.I.S. – oft auch einfacher Jarvis geschrieben – eine von Tony Stark entwickelte kĂŒnstliche Intelligenz, die sowohl sein Haus, als auch all seine RĂŒstungen kontrolliert (außer die Mark I). J.A.R.V.I.S. steht fĂŒr Just A Rather Very Intelligent System, was ĂŒbersetzt so viel wie »nur ein eher sehr intelligentes System« bedeutet. Ashutosh Krishna hat das so gefallen, daß der sich wĂŒnschte, so einen virtuellen Assistenten auch selber zu besitzen. Und da er ein Mann der Tat ist, hat er sich diesen virtuellen Assistenten selber in Python programmiert:

Der Quellcode steht unter der MIT-Lizenz und ist auf GitHub zu finden und mit seinem Blog habe ich sofort meinen Feedreader gefĂŒttert.

Nun möchte man diesen virtuellen Assistenten sicher noch ein wenig aufmotzen und personalisieren, zum Beispiel mit einem auf einen zugeschnittenen Wetterbericht? Ich hatte so ein Teil ja schon einmal vor Jahren mit OpenWeatherMap und Processing.py programmiert, aber Mr. Unity Buddy hat mit Tuya unter »Create Your Own Weather App With Python and TuyaAPI« eine Alternative entwickelt. Denn dieser Anbieter von Smart Home-Lösungen betreibt einen abenfalls kostenlosen Wetterdienst. Als GUI nutzt Mr. Unity Buddy TKinter und er hat ein paar nette Ideen, wie man diese GUI graphisch mit Emojis aufmotzt.

Damit komme ich zum nĂ€chsten Beitrag: Dina Bavli stellt in »More Than Words — Your Emoji Says A Lot« drei Python-Emoji-Interpreter-Bibliotheken vor, und zwar Emoji (BSD-Lizenz, Quellcode auf GitHub), Demoji (Apache-2.0-Lizenz, Quellcode ebenfalls auf GitHub) und DeepMoji. Letzteres ist eher ein KI-Projekt und basiert auf TorchMoji, aber J.A.R.V.I.S. ist schließlich auch eine KĂŒnstliche Intelligenz đŸ˜‡.

Doch was ist eine kĂŒnstliche Intelligenz ohne Avatar? Den Avatar-Baukasten »Avataaars« mit fĂŒnf »a« (bei diesem Link meckert Chrome, der Verhinderer eines freien und offenen Netzes, wegen eines abgelaufenen oder unbekannten Zertifikats) hatte ich im Oktober dieses Jahres ja schon einmal auf seine Tauglichkeit fĂŒr Ren’Py getestet (und fĂŒr gut befunden). In diesem Video zeigt der User I know Python wie man mit Py-Avataaars solche Avatare in Python erstellt. Es ist im Prinzip eine Python-Version des interaktiven Avataaars Generator von Fang-Pen Lin (dessen Anwendung Ihr in diesem Video-Tutorial erlĂ€utert bekommt), aber mit dieser Python-Schnittstelle könnt Ihr (unter anderem) Eure damit erzeugten Avatare ebenfalls in Eurer Version von J.A.R.V.I.S. einbinden.

Und zum Schluß noch etwas ganz ohne virtuelle Assistenten und ohne Avatare: Stephen Gruppetta, der Autor des im Entstehen begriffenen Python Coding Book hat ein zweiteiliges Tutorial mit dem Titel »Simulating Orbiting Planets in a Solar System Using Python« veröffentlicht. Im ersten Teil programmiert er eine 2D-Simultion mit Hilfe von Pythons Turtle-Modul und im zweiten Teil erweitert er diese Simulation um die dritte Dimension und visualisiert diese mit Hilfe der Matplotlib. Und als wĂ€re dies nicht schon interessant genug, nutzt er dafĂŒr eine eigene, selbstgeschriebene 3D-Vector-Klasse. RegelmĂ€ĂŸige Leser des Schockwellenreiters wissen, daß ich mich auch schon einmal in eine Pure Python 2D-Vektor-Klasse versucht hatte, die unter anderem auch mit dem Turtle-Modul lĂ€uft (das kommt in Stephen Gruppettas Simulation ganz ohne Vektoren daher). Ich glaube, ich muß unbedingt mal wieder etwas mit der Schildkröte und mit der Matplotlib anstellen. Still digging!

War sonst noch was? Ach ja, ein Python 4 wird es nie geben (Medium-Link). Sagt jedenfalls Pythons Erfinder Guido van Rossum. Er scheint also aus dem (vermeidbaren und ĂŒberflĂŒssigen) Chaos beim Übergang von Python 2.0 auf Python 3.0 gelernt zu haben. Das lĂ€ĂŸt hoffen.


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Der Schockwellenreiter ist seit dem 24. April 2000 das Weblog digitale Kritzelheft von Jörg Kantel (Neuköllner, EDV-Leiter Rentner, Autor, Netzaktivist und Hundesportler — Reihenfolge rein zufĂ€llig). Hier steht, was mir gefĂ€llt. Wem es nicht gefĂ€llt, der braucht ja nicht mitzulesen. Wer aber mitliest, ist herzlich willkommen und eingeladen, mitzudiskutieren!

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