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Worknote: Fahrplan für meine Flucht aus den Datensilos

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Der NSA-/PRISM-Skandal ist natürlich ein weiterer Grund, sich möglichst schnell aus den Datensilos und ihren (meist) amerikanischen Servern zu verabschieden. Der wichtigste ist aber immer noch, daß ich »Herr meiner Daten« sein möchte. Kurz- bis mittelfristige Maßnahmen dazu sind:

  • Keine GMail mehr nutzen: Das war einfach, ich nutze sowieso den Mailer des Spielzeugproviders und hatte nur der Bequemlichkeit halber eine Weiterleitung auf GMail eingericht. Jetzt muß ich mich nur noch mit dem Webinterface von Strato anfreunden. [Check]
  • Kalendersoftware? Momentan nutze ich noch Googles Kalender. Eine Alternative wäre SOGo, aber das bekomme ich vermutlich beim Spielzeugprovider nicht installiert. Ich denke aber auch über einen »statischen« Kalender nach, den ich im TextEditor mit RubyFrontier füttere und mit einer noch auszusuchenden Dropbox-Alternative (siehe unten) synchronisiere. Der müßte dann unter Umständen gar nicht ins Netz (nein, ich nutze keine (private) Kalendersoftware auf dem Smartphone), sondern könnte (via MAMP, das ich auf allen meinen Rechnern installiert habe) lokal laufen. [Still diggin’!]
  • Feedreader auf dem eigenen Server: Ist bei mir Selfoss. [Check]
  • Site-Meter-Alternativen: Hier schwanke ich noch zwischen einem gehosteten Piwik und einem Piwik auf dem Desktop mit Logfile-Import. [Still diggin’!]
  • Kommentare: Ein emailbasiertes Kommentarsystem ist in Arbeit. Allerdings wird es bis zur endgültigen Fertigstellung noch etwas dauern. Es sind doch viele Kleinigkeiten zu berücksichtigen. [Work in Progress]
  • Weg von Amazons S3: Es ist nach einem Update meines Hosting-Paketes vermutlich ein Leichtes, wenigstens den Schockwellenreiter und mein Wiki wieder beim Spielzeugprovider zu hosten. Allerdings würden andere Projekte, an denen ich momentan arbeite (z.B. an einer statischen, selbstgehosteten flickr- und YouTube-Alternative), diesen Account auch wieder schnell vollaufen lassen (Gabi und ich haben bis jetzt knapp 23.000 Photos auf flickr liegen). Daher sehe ich dafür momentan noch keine Alternative zu S3. [Still diggin’!]
  • Abschied von flickr und YouTube: Siehe oben! Beide sind für mich durch ihr in meinen Augen miserables, auf reinen Konsum ausgerichtetes User Interface sowieso mehr oder weniger unbrauchbar geworden. [Still diggin’!]
  • Alternativen zur Tropfenschachtel: Hier teste ich gerade ownCloud (auf meinem gehosteten Webspace bei Strato), das auf den ersten Blick einen sehr positiven Eindruck auf mich macht. [Work in Progress]
  • DuckDuckGo statt Google Search: Done! [Check]

Mehr habe ich nicht in der Wolke liegen. Seltsamerweise bin ich nicht so stark mit Google verbandelt, wie ich es ursprünglich angenommen hatte. Und was die sozialen Netze angeht: Google+ und Twitter nutze ich nur als weiteren Vertriebs- oder Reklamekanal für mein Blog, ähnliches gilt auch für Facebook, dort bin ich allerdings auch noch mit einer netten und aktiven Hundesport-Community verbunden. Doch hier kann man die Abhängigkeiten meiner Meinung nach sowieso nur durch gemeinsame Anstrengungen auf ein Peer-2-Peer basiertes soziales Netz beseitigen. Aber auch dafür geht mir einiges durch den Kopf. [Still diggin’!]

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1 (Email-) Kommentar


Ich bin auch dazu übergegangen so viel wie möglich selbst zu hosten. Bei den Anmerkungen bzgl. Strato dachte ich mir, dass uberspace.de evtl. geeigneter sein könnte. Bin selbst letzten Sommer umgezogen und hellauf begeistert. Falls uberspace.de noch nicht bekannt ist, ist es auf jeden Fall einen Blick wert.

– Martin D. (Kommentieren) (#)


(Kommentieren)  Fahrplan für meine Flucht aus den Datensilos bitte flattrn




Über …

Der Schockwellenreiter ist seit dem 24. April 2000 das Weblog digitale Kritzelheft von Jörg Kantel (Neuköllner, EDV-Leiter, Autor, Netzaktivist und Hundesportler — Reihenfolge rein zufällig). Hier steht, was mir gefällt. Wem es nicht gefällt, der braucht ja nicht mitzulesen. Wer aber mitliest, ist herzlich willkommen und eingeladen, mitzudiskutieren!

Alle eigenen Inhalte des Schockwellenreiters stehen unter einer Creative-Commons-Lizenz, jedoch können fremde Inhalte (speziell Videos, Photos und sonstige Bilder) unter einer anderen Lizenz stehen.


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